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    Meine Bucketlist für die Weihnachtszeit

    10/12/2018
    Meine Bucketlist für die Weihnachtszeit - boumbelle

    …oder warum Weihnachten für mich nichts mit Geschenken zu tun hat

    Ich liebe Weihnachten sehr – deshalb teile ich hier meine Bucketlist für die Weihnachtszeit. Vor ein paar Jahren wurde die Adventszeit leider immer stressiger für mich: Zu viele Einkäufe, zu viel Planung, zu viel Druck. Ich habe mir das immer ganz anders vorgestellt, und ich wollte den „Zauber von Weihnachten“ auch für meine Kinder. Also habe ich mich hingesetzt und mir überlegt, was Weihnachten für mich ausmacht.

    Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich an meinen Grosdädy und seinen liebevoll geschmückten Baum – mit all den jahrelang gesammelten, bunten Kugeln. Und an den sehr lauten Heiligabend inmitten unserer Grossfamilie, an dem meine Stimmung immer zwischen absolut aufgedreht und unheimlich glücklich schwankte. Und ich erinnere mich an den Geruch beim Kerzenziehen. An die kalten Füsse und die warmen Hände, die trotz grosser Vorsicht immer voller Wachs waren. Wir sind auch immer in die Kirche über die Festtage – und die Orgelmusik und der Gesang waren an diesen Tagen immer besonders eindrucksvoll. Und natürlich denke ich an den Lebkuchen und die Kirsch-Truffes von unserem Grosi.

    Das sind alles Erinnerungen an Situationen und Momente – nicht an Dinge. Man kann keine meiner Erinnerungen einfach so kaufen, all die Momente sind fest mit Personen verbunden, sie sind Tradition und haben sich jedes Jahr wiederholt. Und als ich nun meine Bucketlist für die Weihnachtszeit festhielt, war das ebenso der Fall. Klar gibt es bei uns Geschenke und auch wir geben am Weihachtsmarkt zu viel Geld aus – aber erinnern werden sich unsere Kinder mit Sicherheit vor allem an die unten stehenden Punkte.

    Meine Bucketlist für die Weihnachtszeit

    1. Den Weihnachtsbaum schmücken, mit Sissi und Franzl im TV, heissem Glühwein und Punsch – da freue ich mich unheimlich drauf.
    2. Das Haus schmücken. Wir haben ein paar ganz dezente Lichterketten, LED-Kerzen, einen Adventskrank, einen schlichten Kranz an der Haustüre, ein paar Holzsterne und selbstgebastelte Papier-Schneeflocken an den Fesntern. Wenn es so weiter geht, wie bisher, dann produzieren die Mädchen genug Papier-Schneeflocken für die nächsten 15 Jahre.
    3. Grittibänz backen mit den Kindern und ihren Freunden. Das ist mittlerweile Tradition und wird lautstark eingefordert. Und es war auch dieses Mal laut und chaotisch und wirklich, wirklich lustig.
    4. Ein Feuer im Kamin machen und es mit dem Liebsten und einem guten Buch geniessen. Das können wir gerne auch mehrmals machen über die Festtage.
    5. Schlittschuhlaufen mit der erweiterten Familie. Auch das ist Tradition, es gibt Punsch, Mandarinen und einen Haufen glücklicher und sehr müder Kinder.
    6. Den Samichlaus besuchen auf dem Weihnachtsmarkt in Bülach. Wir haben dort seit Jahren einen Stand, die Kinder können den Samichlaus treffen und am Sonntag gibt es einen Umzug. Zu uns Nachhause kommt der Chlaus dann nicht mehr – die Kinder kennen es nicht anders.
    7. Kerzenziehen und Fondue essen, ebenfalls mit der erweiterten Familie.
    8. Sissi schauen mit meinen Schwestern – und immer wenn Jemand „Ihre Majestät“ sagt, trinken wir einen Schnaps. Das haben wir seit Jahren vor, Mal sehen, ob es diese Weihnachten auch klappt.
    9. Karten schreiben und verschicken. Auch dies nehme ich mir jedes Jahr vor, schaffe aber immer nur ein paar wenige. Mal sehen was die letzten Tage im 2018 noch möglich machen.
    10. Ein Abendspaziergang im Schnee. Mit Kerzen und Tee im Gepäck. Wir werden sehen, ob Petrus mitspielt, ansonsten muss ich das auf die allgemeine Winter-Bucketlist verschieben.
    11. Einen Verwöhntag nur für mich. Irgendwo wartet eine Massage und ein flauschiger Bademantel auf mich – da bin ich mir sicher!

    Was sind eure schönsten Weihnachtstraditionen?

    An alle Eltern, die sich jetzt wegen meiner Bucketlist gestresst fühlen

    Wenn bei euch momentan keine Energie fürs Backen, Kerzenziehen oder Dekorieren da ist – lasst euch Folgendes sagen: Mir ging es ganz genau so. Ich weiss wie das ist, wenn man wochenlang krank ist, weil die Kleinen immer neue Bazillen anschleppen. Wenn man kaum Schlaf bekommt und die Wintertage nicht gemütlich, sondern vor allem dunkel und lang sind. Auf dem Blog rompers & lipsticks habe ich einen Beitrag über (meine) stressfreien Weihnachten geschrieben – vielleicht kann das als Anregung für die eine oder andere Veränderung dienen. Ansonsten hilft es eventuell zu wissen, dass meine Kinder erst Erinnerungen ab dem 3-4. Lebensjahr haben. Unsere Traditionen entwickeln sich mit den Jahren, das kommt nicht von Heute auf Morgen. Also versucht euch nicht unter Druck zu setzen, macht wenn möglich ein paar ausgedehnte Mittagsschläfchen über die Feiertage und lasst euch reich beschenken. Die Zeit um Etwas zurückzugeben wird kommen, versprochen.

  • Rezept für klassisches Rinds-Tatar von boumbelle
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